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Schweißverfahren mit dem Schweißgeräten

Ein Inverter-Schweißgerät ist die elektronische Variante herkömmlicher Schweißanlagen. Das Gerät selbst bezeichnet keinen expliziten Schweißvorgang, sondern nur den Gerätetyp. Der Schweißinverter kann somit für alle gängigen Lichtbogenschweißverfahren eingesetzt werden. Zudem sind für alle Prozesse geeignete Zubehörteile und Komponenten erhältlich, um eventuelle Teile auszutauschen oder das Equipment sinnvoll aufzuwerten.

Elektrodenschweißen mit dem Schweißinverter

Eine der einfachsten und beliebtesten Schweißarten ist das Elektrodenschweißen. Aufgrund der Eigenschaften eignet sich dieses sowohl für den Hausgebrauch als auch für das professionelle Schweißen von Tankanlagen, PKW-Karosserie oder Rohrleitungen.
Bei diesem Prozess wird mit einer umhüllten Stabelektrode mit jeweils unterschiedlichen Abschmelzcharakteren gearbeitet. Die Typen sind nach der Norm DIN EN ISO 2560-A festgelegt. nachdem das Werkstück geheftet wurde, wird zwischen Werkstück und Elektrode der Lichtbogen per Kurzschluss gezündet. Abhhängig vom Stabelektrodentyp können Sie während des Schweißvorgangs zwischen Gleich- und Wechselstrom schalten.

WIG-Schweißen und MIG/MAG-Schweißen: Schweißen mit Schutzgas

Bei dem vom Inverter ausgeführten WIG-Schweißprozess wird der Lichtbogen zwischen einer abbrennenden Wolfram-Elektrode und dem Werkstück gezündet. Beide Komponenten und das Schmelzbad werden dabei von einem Inertgas umgeben, um die Schweißarbeit vor äußeren Einflüssen zu schützen. Inertgase sind reaktionsträge und nahezu nie an chemischen Reaktionen und Prozessen beteiligt. WIG-Schweißen ist vor allem bei Arbeiten mit Aluminium und hochlegierten Stählen beliebt.

Recht ähnlich arbeiten Sie mit MIG/MAG-Schweißinvertern. Hierfür wird allerdings eine kontinuierlich abschmelzende Drahtelektrode verwendet. Zudem besteht die Option, Inertgas (MIG) und Aktivgas (MAG) als Schutz vor der Atmosphäre zu verwenden. Der Schweißprozess kann des Weiteren an niedrig- und unlegierten Stählen verwendet werden, wodurch die Einsatzmöglichkeiten weitaus breiter gefächert sind. Vor allem in der KFZ- und Industriebranche findet das MIG/MAG-Schweißen Verwendung.

Effizient und unheimlich schnell: Plasma-Schneiden

Während diesem Verfahren wird der Lichtbogen zwischen Werkstoff und einer nicht abschmelzenden Elektrode erzeugt. Druckluft schnürt den Lichtbogen zusätzlich ein und ein hocherhitztes Gas entsteht, was direkt in Wärme umgesetzt wird. Eben dieses energiegeladene Gas wird demnach als Plasma bezeichnet.
Da durch die verwendete Druckluft in ungemein kurzer Zeit extrem hohe Temperaturen von teilweise 30.000°C erreicht werden, eignet sich das Plasma-Schweißen vornehmlich für Trenn- und Schneidearbeiten von metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen.