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Inbetriebnahme von Inverter-Schweißgeräten

Der mobile Einsatz von Schweißinvertern für das Lichtbogenschweißen erfordert eine genaue Kenntnis des Gerätes und verlangt einige Vorkehrungen, um sicher und gefahrlos Werkstoffe zu schweißen. Gerade auf Baustellen sind mitunter selten ideale Bedingungen gegeben. Doch mit ein paar einfachen und praktischen Tipps können Sie problemlos die Inbetriebnahme des Inverter-Schweißgerätes auch in anspruchsvollen Umgebungen durchführen.

Die richtige Umgebung für den Schweißgerätinverter

Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass die Umgebung – der direkte Arbeitsplatz und die umliegenden bzw. angrenzenden Räume und Flächen – möglichst staub- und schmutzfrei während der Schweißarbeiten gehalten wird. Staubpartikel, Spuren und andere korrosive Gase könnten in die Kühllüftung eindringen und durchaus erheblichen Schaden verursachen. Da auf Baustellen natürlich Staubentwicklung nie ausgeschlossen werden kann, ist der Inverter unbedingt mit einem Luftfilter zu versehen. Sollten Sie kein weiteres Zubehör oder Zusatzkomponenten am gerät anbringen, setzen Sie die Staubkappen auf die entsprechenden Anschlüsse, um ein Verschmutzen zu vermeiden. Sorgen Sie außerdem dafür, dass ein ungehinderter Kühlluftein- und austritt jeder Zeit möglich ist, wobei der Schweißinverter nicht näher als 80cm an einer Wand stehen darf. Exakte Schweißergebnisse und ein sicheres Schweißen sind zudem nur bei geringer Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen -10°C und 40°C möglich.

Vorbereitung des Inverter-Schweißgerätes zum Lichtbogenschweißen

Die Schweißleitung wird am Inverter am Minuspol angesteckt und durch Rechtsdrehen gesichert. Ähnlich gehen Sie mit dem Anschluss des Werkstückkabels vor, das jedoch in die Buchse des Pluspols geführt und ebenfalls durch Rechtsdrehen gesichert wird. Setzen Sie dann die Massezange an einer blanken Stelle des Werkstücks oder des Schweißtischs an. Wichtig: Der Anschluss aller Bestandteile und Komponenten wird ausschließlich bei abgeschalteten Gerät vorgenommen. Überprüfen Sie zudem, dass der Elektrodenhalter ausreichend isoliert ist und die Elektrode sicher sitzt.

Spezielle Vorsichtsmaßnahmen sind bei einer Inbetriebnahme des Inverter-Schweißgerätes mit einem Stromaggregat zu beachten. Stellen Sie sicher, dass stets eine Leistungsreserve von mindestens 10% der abgegeben Leistung gegenüber der aufgenommenen Leistung des Gerätes besteht. Des Weiteren wird die Ausgangsspannung immer im Leerlauf geregelt und der Inverter erst angeschaltet, nachdem das Aggregat in Betrieb genommen wurde.

Wer eine Leitungsverlängerung verwendet sollte sich bewusst sein, dass der Spannungsabfall bei längeren Modellen erheblich das Schweißergebnis beeinflusst. Wählen Sie daher dickere Leitungsquerschnitte. Wichtig: Die Leitungsverlängerung nie im aufgerollten Zustand verwenden, da sich so eine zu starke Hitze entwickelt und es zu erheblichen Schäden kommen kann.

Kleine Tipps für die Arbeitsvorbereitung mit dem Schweißgerätinverter

Schon die minimale Optimierung einiger Arbeitsgänge kann die Schweißarbeit mit dem Inverter erheblich verbessern und erleichtern.

  • Säuberung aller Komponenten von Verunreinigung für eine einwandfreie Stromführung
  • eine ebener Boden zum Abstellen des Schweißinverters sowie eine ausreichende Beleuchtung des Arbeitsplatzes
  • Stromversorgungsnetz mit trägen Sicherungen verwenden
  • bei Verwendung einer Gasflasche diese nicht am Gehäuse (zu geringes Eigengewicht) anbringen

Die Inbetriebnahme des Inverter-Schweißgerätes sollte zudem nur erfolgen, wenn ausreichendes Fachwissen des Schweißers für das Lichtbogenschweißen vorliegt. Durch die Arbeit mit extrem hohen Schweißstrom können durch unsachgemäße Handhabung und schlechte Vorbereitung massive Fehler verursacht werden, die Mensch, Tier oder Sachgegenstände verletzt und beschädigt.